"Dickes" wollte eigentlich nur Stand-by spielen Jörg Dieckmann geht mit 38 Jahren immer noch vorneweg. "Klar helfe ich Dir." Jörg Dieckmann musste nicht
lange überlegen, als Kurt Ziener ihn 2009 fragte, ob er nicht beim damaligen A-Liga-Schlusslicht TG Jahn Trösel aushelfen könnte. Ziener hatte soeben das Traineramt der Blau-Gelben übernommen und da Dieckmann bereits beim KSV
Reichelsheim und dem FC Ober-Abtsteinach mit Ziener zusammen arbeitete, war das Engagement im Gorxheimertal schnell eingetütet. Und so durfte Dieckmann seiner fußballerischen Biographie nicht nur den erfolgreichen Klassenerhalt, sondern 2011 gar den - fast sensationellen - Aufstieg in die Kreisoberliga hinzufügen.
Als Spieler bis in die OberligaBegonnen hat die sportliche Laufbahn des Mittelstürmers im Alter von neun Jahren beim FSV Rimbach, dessen Jugend er, abgesehen von einem kurzen Gastspiel beim FV 09 Weinheim, durchlief. Danach folgte 1994 der Wechsel zum VfR Bürstadt in die Oberliga Hessen. Weitere Stationen waren unter anderem Amicitia Viernheim und Eintracht Wald-Michelbach, mit der Dieckmann 2001 den Landesliga-Aufstieg feiern konnte, ehe sich der Kreis schloss und er als Spielertrainer zurück nach Rimbach ging.Nach dem Ende dieser Tätigkeit legte der Angreifer eine Pause vom aktiven Sport ein, die dann jedoch vom Anruf Kurt Zieners abrupt verkürzt wurde. "Eigentlich wollte ich nur als Stand-by Spieler fungieren", beschreibt der 38jährige Routinier seine Rolle im aktuellen TG-Jahn-Team. "Aber wir haben einen sehr kleinen Kader, dazu kommen einige Verletzte und Urlauber." Und so wird Dieckmann trotz seiner umfangreichen beruflichen Tätigkeit im Sponsoring der Rhein-Neckar Löwen auch in der kommenden Saison eine Schlüsselposition in Trösel einnehmen. Vorangehen will er auf jeden Fall, den jungen Spielern helfen.Aber für den Stürmer steht eindeutig der Erfolg Mannschaft im Vordergrund. "Ich habe keine persönlichen Ziele, es geht", so Dieckmann, "nur ums Team. Und da ist der Klassenerhalt das Ziel. Ich denke, dass ist machbar, zumal es nur einen direkten Absteiger gibt."Dem Saisonauftakt am Samstag (17
Uhr) mit dem Derby gegen die SG Unter-Abtsteinach sieht der in Mörlenbach lebende Fußballer mit Respekt entgegen. "Wir freuen uns auf die neue Runde, auch wenn das gleich sehr schwierig wird. Die SGU hat einen sehr, sehr starken Kader."
David gegen Goliath also. "Das ist ein ungleiches Spiel, wir mit wenig Möglichkeiten, Unter-Abtsteinach mit einer Topmannschaft." Der erfahrene Spieler sieht aber die große Chance für die TG Trösel darin, zu Beginn der Runde auf den Topfavoriten zu treffen. "Wenn eine Mannschaft zu schlagen
ist, dann am Anfang, da muss sich vieles erst noch finden."Mit einem Punkt zufriedenMit einem Punkt wäre "Dickes", so der Spitzname, aber zufrieden und hofft, dass der Aufsteiger sich gut aus der Affäre zieht und den ersten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen kann. Sollte dieser am Ende der Saison auf der Tröseler Haben-Seite stehen, wäre es mit Sicherheit ein weiteres Highlight in Jörg Dieckmanns Karriere.
(Quelle: mr/OZ 5.8.11)